Tag des offenen Denkmals 2025
Datum/Zeit
14.09.2025
Historische Bauwerke im Bremer Norden
Am 14. September 2025 ist es wieder soweit: Der Tag des offenen Denkmals® lädt dazu ein, einzigartige historische Bauwerke in ganz Deutschland zu entdecken.
Entdeckt im Heimatmuseum Schloss Schönebeck die neue Ausstellung „Vegesack und um zu – Bilder einer Region von Katharina Noack“: Eine Auswahl Ihrer Bilder mit vielen Motiven auch aus dem Bremer Norden wird im Schloss präsentiert. Katharina Noacks Spezialgebiet sind Kunstdrucke mit Motiven der Nord- und Ostseeküste. Aber auch ihre Nordbremer Motive sind über den Bremer Norden hinaus bekannt. Ihre Themen sind Leuchttürme, Häfen, Wasser und Himmel, ihre Spezialität ist die Aquarellmalerei auf gebrauchten Seekarten.
Auch Burg Blomendal öffnet an diesem besonderen Tag ihre Tore und heißt Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen!
Erleben Sie eine spannende Führung durch die historischen Gemäuer der Burg und tauchen Sie ein in ihre faszinierende Geschichte. Genießen Sie im Anschluss in gemütlichen Beisammensein Kaffee und hausgemachtem Kuchen.
In Vegesack lädt Denkmalpflegerin Lorena Pethig zu einem Rundgang durch die Alte Hafenstraße ein, die als Keimzelle der Stadt gilt. Das Hafenareal an der Mündung von Lesum und Weser hat sich seit dem 17. Jahrhundert stark verändert, Alt und Neu stehen hier nebeneinander. Der Rundgang vorbei an denkmalgeschützten Häusern wird so zur Zeitreise durch Vegesacks Geschichte. Start ist um 10.30 Uhr, Dauer circa 90 Minuten. Treffpunkt: Treppenstufen am Hafenkopf.
Auf dem 500 Jahre alten Blumenthaler Friedhof der Reformierten Kirche erinnern Grabmäler aus vier Jahrhunderten an prägende Persönlichkeiten Blumenthals. Sie erzählen von Seefahrten, Entdeckungen, Aufstieg und Niedergang der Industrie, kulturellen Leistungen und politischer Verfolgung. Die Führung beginnt um 14 Uhr am Hauptportal der Kirche, Landrat-Christians-Straße 78. Der Rundgang endet in der 1879 erbauten Kirche, wo unter anderem ein kunsthistorischer Schatz von 1585 zu sehen ist.
Im Laufe von circa 150 Jahren hat der von Wilhelm Benque geschaffene Knoops Park viele Veränderungen, Überformungen und Erweiterungen, insbesondere aber während des Brachliegens nach den 1930er-Jahren auch große Verluste und Schäden erfahren. Umso wichtiger war es, den Park mit seinen Erweiterungen 2010 als Ensemble unter Denkmalschutz zu stellen, um die verbliebenen Spuren zu sichern. Eine Führung mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Christof Steuer, ist von 13.30 bis 15 Uhr geplant. Treffpunkt ist am Haus Kränholm, Auf dem Hohen Ufer.
Neuerdings präsentiert sich das „Löschboot 1“ im Vegesacker Hafen mit nagelneuem feuerroten Anstrich. Es wurde 1941 in der Pahlwerft Hamburg-Finkenwerder für die deutsche Kriegsmarine gebaut. Bremen setzte Ende des 19. Jahrhunderts als eine der ersten Städte Deutschlands eigene Feuerlöschboote ein. 1994 wurde das Boot aus dem aktiven Dienst genommen. Seit 2007 wird es vom Schifferverein Rekum und Umgegend von 1919 betrieben. Zwischen 11 und 17 Uhr sind Gäste willkommen.
Anfang der 1950er-Jahre entwickelte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) neue Motorrettungsboote, die schneller, selbstaufrichtend und sowohl auf hoher See als auch in flachen Küstengewässern einsatzfähig sein sollten. Als Prototyp diente 1951/52 die umgebaute „Konsul Kleyenstüber“, ein 1931 auf der Vegesacker Lürssen-Werft erbautes Boot, das zur „BREMEN“ umbenannt wurde. Der Seenotrettungskreuzer überzeugte durch seine Wendigkeit und kentersichere Rumpfform, erreichte aber mit 11 Knoten nur eine moderate Geschwindigkeitssteigerung gegenüber Vorgängern.
Open Ship: 11:00 h–17:00 Uhr; Deck, Maschine und Fahrstände können besichtigt werden, Interessenten werden in Gruppen bis max. 4 Pers. an Bord gelassen
Der Thiele-Speicher, das ehemalige Pack- und Lagerhaus am Vegesacker Hafen, Alte Hafenstraße 44, wurde um 1800 gebaut. Es verfügt über eine Giebelfront mit Ladepforten und Kranbalken. Heute nutzt der Fecht-Club Bremen-Nord (FCBN) und der Kutter- und Museumshafens Vegesack das Gebäude. Führungen werden ab 12 Uhr nach Bedarf angeboten. Zudem wird der Fechtsport mit Demonstrationen präsentiert.
Der Bremer Kaufmann und Reeder Diedrich Heinrich Wätjen (1785–1858) erwarb 1830 vier an der Weser gelegene Grundstücke, um sich dort einen Landsitz für sommerliche Aufenthalte zu schaffen. Unter seinem Sohn Christian Heinrich Wätjen und unter Mithilfe des Gärtners Dehle erhielt der Wätjens Park an der Landrat-Christians-Straße bis 1864 seine endgültige Ausformung. Die Aufteilung des Anwesens unter den Industriebetrieben Bremer Vulkan und Bremer Wollkämmerei führte zum allmählichen Niedergang des Parks. Eine neunzigminütige Führung ist um 11 Uhr geplant.
Das Alte Packhaus Vegesack, ein ehemaliges Wohn- und Packhausgebäude, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Bauten des Stadtteils. Der Ursprungsbau stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der rückwärtige Speicheranbau wurde im Jahr 1753 errichtet. Heute beherbergt das historische Gebäude die Kultureinrichtungen „KITO“ und das Overbeck-Museum. Die alte Bausubstanz erzählt von
der wechselvollen Geschichte als Wirtschaftsgebäude damals und als Kultureinrichtung heute.
Noch bis zum 9. November 2025 zeigt das Overbeck-Museum die Ausstellung „In den Bergen“ mit Werken der Schweizer Malerin Katrin Ullmann sowie Gemälden des Worpsweder Malerpaares Fritz und Hermine Overbeck.
Wann: Sonntag, 14. September
Wo: Bremen Nord
Eintritt frei!

