Längst vergessene Held:innen
Datum/Zeit
01.09.2025 - 24.09.2025
Veranstaltungsort
DOKU Blumenthal
Ausstellung mit Podiumsdiskussion und Workshops
Seit Jahrhunderten sind Sinti*zze und Rom*nja mit tief verwurzelten Vorurteilen und Stereotypen konfrontiert. Auch nach dem nationalsozialistischen Völkermord hat der Antiziganismus weiterhin Bestand.
Der Kampf gegen Diskriminierung im Sport ist ein wichtiges und aktuelles Thema. Ob im Stadion, im Verein oder in der Berichterstattung. Rassismus und Antiziganismus zeigen sich immer wieder in unterschiedlichen Dimensionen: Die Ausgrenzung reicht von der Verbalisierung weit verbreiteter Vorurteile, über neonazistische Hetzparolen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.
Sport bietet aber auch vielfältige Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Inklusion von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Positive Vorbilder im Sport spielen eine wichtige Rolle und können in ihrer Funktion auf die Identitätsbildung und die Selbstbehauptung von Sinti*zze und Rom*nja wirken.
Die Wanderausstellung „Längst vergessene Held*innen“ der Kuratoren Oswald Marschall und Andrzej Bojarski widmet sich genau diesem Thema. Portraitiert werden Sportler*innen, die zu ihrer Herkunft stehen, und beleuchten die transformative Rolle, die Sport für ihre Identitätsfindung und ihr Selbstvertrauen spielt. Ziel ist es, die Mehrheitsgesellschaft für die Situation von Sinti*zze und Rom*nja zu sensibilisieren und positive Vorbilder zu präsentieren.
Workshops für Schulklassen
Begleitend zur Ausstellung bietet das Fan-Projekt dreistündige Workshops für Schüler*innen ab der 10. Klasse an. Die Workshops beinhalten einen geführten Rundgang durch die Ausstellung sowie die Auseinandersetzung mit verschiedenen Biografien. Ziel ist es, historische und gegenwärtige Diskriminierungserfahrungen sichtbar zu machen und den Austausch darüber zu fördern.
Wann: 01. September bis 24. September
Wo: DOKU Blumenthal

